EM Distance 2011
Ergebnisliste EM Distance 28. - 30. 01.2011 Schöneck (Auszug : 2er teams)

Tag 1 : Strecke 25 km
Marinus Guy (Belgien) - Weltmeister 2010 O'thal : 1:38
Rolf Ewald : 1:42
Andreas Frank - Fizeweltmeister 2010 : 1:45
Thomas Brauer : 1:57
Margrit Mader : 2:05
Harry Weiss : 2:06
Andreas Akeret (Schweiz) : 2:09
Tomasz Radlowski (Polen) : 2:14

Tag 2 : Strecke 42 km
Marinus Guy : 2:54
Andreas Frank : 2:58
Rolf Ewald : 3:18
Margirt Mader : 3:13
Thomas Brauer : 3:34
Harry Weiss : 3:38
Andreas Akeret : 4:13
Tomasz Radlowski : 3:53

Tag 3 Strecke 42 km
Marinus Guy : 2:40
Andreas Frank : 2:52
Rolf Ewald : 2:51
Margrit Mader : 2:59
Thomas Brauer : 3:10
Harry Weiss : 3:14
Andreas Akeret : 3:23
Tomasz Radlowski : 3:44

Endergebnisse 109 km
Mrainus : 7:12:33
Andreas : 7:35:33
Rolf : 7:52:25
Margrit : 8:18:01
Thomas : 8:41:57
Harry : 8:58:51
Andreas : 9:46:07
Tomasz : 9:52:42

Rolfs Bericht : erster Tag
Wunderschönstes kaltes Wetter, ich starte als 5. in der 6Hunde Klasse nach 5 Kilometern hat das Team den Polen mit 6 Malamuten eingeholt - Ich hab die Hosen voll beim überholen. Alles läuft problemlos, die Hunde ziehen diszipliniert am anderen Gespann vorbei.
Habe das Gefühl, viel zu schnell zu sein, aber ich kann hier das Tempo nicht rausnehmen. Dann kommt der erste Berg und Thomas Brauer mit seinem Malamute-Gröni Gespann ist vor mir. Die Hunde ziehen gut vorbei, jetzt muß ich mithelfen. Oben am Berg brennen die Oberschenkel höllisch. Dreh mich um, kein Verfolgergespann mehr zu sehen. Die Hälfte der Strecke ist geschafft, noch ca 12 Kilometer bis zum Ziel. Hunde finden ihren Rythmus, bin glücklich! Bin schneller am Ziel, als ich vermutet hatte. Für mich unglaublich: wir waren schneller als Andreas.
Tag 2
Ich starte als 2ter. Vor mir nur der Belgier. Meine Gedanken: Bloß nicht zu schnell werden. 42 Kilometer sind lang. Alle hatten mich zu Vorsicht gewarnt. Nach 10 Kilometern hatte ich den Belgier. Was tun?! Überholen ... dahinter bleiben ?! Der Berg kommt. Der Belgier ackert und bleibt stehen und ruft: Fahr vorbei! Oben am Berg angekommen, ärgere ich mich. Der Belgier ist schnell auf der Geraden, bei uns ist der Dampf raus. Wieder wird überholt. Kann dem anderen GEspann nicht folgen. Jetzt muß ich den eigenen Rythmus finden. Nach 25 Kilometern kommt Andreas. Meine Gedanken: Wenn ich hinter ihm bleiben kann, habe ich immer noch Platz 2. Vor mir 300 Meter Head on passing .... alles geht gut. Noch 17 Kilometer und es ist geschafft. Dann kommt ein BAchlauf: Kyrill zieht hinein. Andreas ist weg. Weiter gehts, den eigenen Rythmus finden. LAnge keine anderen GEspanne. Dann kommt Hanne von hinten. Ich rufe hinüber: Da vorn ist ein Schäferhund. Kommst Du da vorbei? Bei Ihrem ÜBerholvorgang hefte ich mich an ihr GEspann. Die Grönis merken gar nichts vom Schäferhund, sind fixiert auf das Huskygespann. Alles geht gut. Hanne zieht weiter. Wir müßen rechts vom Hauptweg abbiegen. Die Hunde wollen geradeaus laufen. Anker setzen, Hunde korrigieren, Socke tritt über und wickelt sich die Leine um den Vorderlauf - Hinterlauf - der Supergau ! Jetzt nur ruhig bleiben. Ich gehe zu den Hunden, ziehe die Leithunde zurück und versuche das Chaos zu entwirren. Auf einmal kommt das 6er Huskygespann von Andreas Barth auf uns zu. Fährt auch verkehrt, ankert, stellt seine Hunde neben meine, will weiter und vier seiner Hunde springen über die Zugleine hinter meinen Wheelern. Liege im Schnee und denke, ich kanns nicht halten. Alle Grönis wollen nachschauen, was hinten los ist. Zwei Hunde zeihen sich aus ihren HAlsbändern. Das Chaos ist perfekt. Barth steht neben meinem Schlitten und versucht seine Hunde aus meinem GEspann zu pflücken. Ich rufe ihm zu, er soll endlich seine Hunde wegnehmen. Als er das geschafft hat, fährt er wortlos weiter. Ich bin total in Rage, kann unser Chaos nicht ordnen. Zum Glück kommt Ralf Neubauer angebraust. Ankert und hilt mir. Es kann weiter gehen. Ich habe bestimmt 15 Minuten m Schnee gelegen. Toller Musher, denke ich im Nachhinein, fährt mir ins GEspann und haut dann einfach ab. Gut, dass es Musher wie Ralf gibt. Zum Glück ist keinem Hund etwas geschehen. Die Zeit ist komplett im A.... ! Jetzt noch 300 Meter Head on passing. ERstes GEspann von vorn, schnell ankern, nach vorne Hunde sichern. Alles geht gut und weiter. Dann das Ziel. Hoffentlich sehe ich den Barth nicht. Bin immer noch total aufgeregt. Hunde versorgen, ab in den WW, will keinen mehr sehen.
3. Tag 42 km
Hunde sind erstaunlich gut motiviert, nach dem Chaos von gestern. Jetzt bloß keine unnötigen Überholvorgänge mehr. Auf Nummer sicher fahren, den Rythmus finden. Nach 10 km hab ich Andreas vor mir. Jetzt überhol ich nicht. Ankern - ich setze die Hunde um. Kyrill kommt aus dem Lead und tausche sie mit Socke in den Swing. Sie dankt es mir, läuft sicher eine superschnellen Trab. Andreas ist auch nicht mehr zu sehen. Kann mein eigenes Rennen fahren. Alles klappt gut beim Head on passing. Dann kommen die ersten Huskygespanne von hinten. Ich freu mich schon ... gleich kommt mein "Freund"! An der selben Stelle von gestern überholt er mich. Ich anker vor der Kurve. Geh zu meinen Hunden. ER ruft grinsend: Die gleiche Stelle wie gestern! Ich schreibe jetzt nicht, was ich ihm geantwortet habe. Jetzt werde ich ihn noch ein wenig ärgern. FAhre dicht auf. Wenn er langsamer wird, beißen sie ihn in seinen A.... Ich bleibe so 6 Kilometer an ihm dran. Kein Wort mehr von ihm. Dann ist Andreas wieder vor mir und das Ziel. Bin glücklich. War ein toller dritter Tag. Im Ziel falle ich neben meinen Hunden auf die Knie und habe Tränen in den Augen
109 Kilometer in drei Tagen ... alles hat super gaklappt. Mit Angela hinter mir auf den Kufen fahre ich zum Stake out.



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